Mit „This Consequence“ veröffentlichen Metal-Core Legenden von Killswitch Engage nun ihr neuntes Studioalbum, welches nach über 14 Jahren nun nicht mehr bei Roadrunner Records erscheint, sondern bei Metal Blade. Gemeinsam haben Adam Dutkiewicz [Gitarre], Joel Stroetzel [Gitarre], Mike D’Antonio [Bass], Justin Foley [Schlagzeug] und Jesse Leach [Gesang] wieder ein fettes Metalbrett auf die Beine gestellt, welches aber unterschiedlicher gar nicht sein kann.

Laut Frontmann Jesse Leach ist „This Consequence […]für mich die Kombination aus allem, was in den letzten fünf Jahren passiert ist – uns als Band, als Menschen, aber auch der Gesellschaft an sich. Auf diesem Album geht es genauso sehr um meine persönliche Reise, wie um alle anderen Menschen und ihre Geschichten. Was den Sound angeht, hat jeder seine eigenen Ideen eingebracht, was toll ist, denn es fühlt sich mehr wie eine Zusammenarbeit an als die letzten Platten. Ich würde nichts an diesem Album ändern.“.
Und genau dieses Gefühl und diese Kreativität hört man dem Album auch an. Natürlich ist immer noch typisches es ein Killswitch Engage Album aber dennoch ist „This Consequence“ so facettenreich wie noch nie.
Schon beim ersten Song „Abandon us“ ist es wie das Begrüßen eines lange verloren geglaubten Freundes. Der Song beginnt unfassbar hart und zeigt gleich den Weg des Albums. Im Laufe der Spielzeit wird er aber wieder typisch für das Metal Core Genre unglaublich melodiös und vor allem durch den Gesang getragen, bis es dann wieder in die härtere Gangart umschlägt.
„Discordant Nation“ legt an Geschwindigkeit beim Rhythmus und beim Gesang da sogar noch eine Schüppe drauf und wird auch im Refrain nicht wirklich langsamer – nur ein wenig cleaner vom Gesang. Ein Song der einem keine wirklich Ruhe lässt und bei dem man die ganze Zeit den Head Bangen muss.
Bei „Aftermath“ lullt uns Hörer das etwas ruhigere Intro ein, nur um dann bombastisch und mit harten Riffs richtig durchzustarten. Dem folgt mit „Forever Aligned“ die erste Singleauskopplung des Albums, die schon beim ersten Hören Lust auf das kommende gemacht hat. Perfekt inszeniert und eine gute Mischung zwischen den harten und den ruhigeren Teilen und hat auch einen starken Ohrwurmcharakter – ganz so wie man es von der Band gewohnt ist.
Mit „I believe“ folgt dann auch schon direkt die zweite Singleauskopplung des Albums. Dieser Song ist auch eine gute Wahl, da er ebenfalls nicht nur musikalisch, sondern auch textlich hervorragend ist. Danach geht es mit „Where it dies“ wieder in härtere Gefilde zurück. Hier sticht vor allem der das gut platzierte Doublebass-Schlagzeug heraus, aber auch der facettenreiche Gesang von Jesse Leach, der von Kreischen bis zu Cleanen Vocals alles aufweist.
Nach der krachenden aber vor allem überaus abwechslungsreichen dritten Singleauskopplung „Collusion“ geht es dann mit dem heftigen „The fall of us“ weiter, welches von vorne bis hinten richtig Gas gibt.
Nach dem Doublebass lastigen und von den Gitarren etwas A-Rhythmisch klingendem „Broken glass“ endet das Album mit „Requiem“ – und wie es so schön im Song heißt „is this the beginning of the end?“. Leider ja, aber dennoch schwört uns Jesse Leach, dass dieses nicht das Ende ist. Das Album endet nach diesem Song vorbei, aber zum Glück kann man es ja immer wieder neu starten, denn das Ende ist wieder Anfang – ein fettes Metalbrett.
Mit „This Consequence“ liefern Killswitch Engage wieder mal ein gelungenes Album ab, welches musikalisch als auch textlich viele neue Innovationen mit sich bringt, dennoch aber nichts an dem typischen Killswitch Stil ändert.
Mir hat es gut gefallen. Die Songs in sich stimmig und auch der Aufbau des Albums war gelungen. Vor allem diese Idee mit dem Song „Requiem“ am Ende hat mich total begeistert, so dass ich das Album direkt wieder von vorne gestartet habe. Killswitch Engage bieten mit „This Consequence“ etwas neues, was nicht nur neue, sondern vor allem ihre langjährigen Fans begeistern wird.
Meine Meinung: 10 von 10 Punkten