Morgane Alvaro (Audrey Fleurot) ist zurück, doch diesmal nicht alleine, denn sie ist schwanger. Wäre das nicht eigentlich für sie schon schlimm genug kommt der nächste Schock – sie weiß nicht, wer der Vater ist. Es gibt nämlich drei potentielle Väter, mit denen sie in der möglichen Zeit der Empfängnis intimeren Kontakt hatte. Da wären Timothée (Jeremy Lewin), der einige Zeit bei Morgane gelebt hat und ihr Freund war, David, der mit Morgane einen One-Night-Stand hatte und natürlich Kommissar Adam Karadec (Mehdi Nebbou). Dieser erinnert sich aber nicht mehr an dieses einmalige Ereignis, da er an dem Abend zusammen mit Morgane unwissentlich ein wenig LSD genommen hatte.

Wäre die Situation nicht schon an sich schwierig genug, hat Karadec einen Versetzungsantrag gestellt und wird nach dem aktuellen Fall die Mordkommission verlassen um in die Finanzkriminalität zu wechseln. Dort wird er nichts mehr mit Morgane zu tun haben und muss sich auch nicht mehr über ihre Lügengeschichten ärgern, die zu einem Bruch in ihrem Verhältnis geführt haben.
Als Ersatz kommt Fred Prigent (Thomas Scimeca) ins Team, der durch seine lässige Art nicht nur bei Morgane punktet. Doch Gilles Vandraud (Bruno Sanchez), der gut mit Morgane befreundet ist, entdeckt sehr schnell, dass sich Fred gerne den ganzen Ruhm selbst einheimst und in den Gesprächen mit ihrer Vorgesetzten Céline Hazan (Marie Denarnaud) die Arbeit von Morgane und den Rest des Teams gerne verschweigt. So auch im Fall des ermordeten Kinderarztes.
Zu allem Überfluss taucht dann auch noch mit Marie (Annie Poli) eine Bekannte aus Morganes Zeit im Gefängnis auf. Diese steht auch direkt wieder unter Mordverdacht, da sie scheinbar einen berühmten Krimiautor in seinem Safe-Room ermordet haben soll. Doch wie ist das möglich? Morgane nimmt sich dieser Sache an und entdeckt ein lange gehütetes Geheimnis des Hauses, welches schon mehrere Menschen das Leben gekostet hat. Da Marie nun in Morganes Schuld steht und einen eher seltsamen Ehrenkodex hat, nimmt sie sich nach dem Fall der Casa Fred an.
Danach scheint alles aus dem Ruder zu laufen. Nicht nur Marie sucht Unterschlupf bei Morgane sondern auch Afida (Myra Tylian). Morgane ist davon aber gar nicht begeistert und setzt die beiden ehemaligen Sträflinge auf die Straße. Ein großer Fehler, denn nun wird Morgane vom Pech verfolgt und die „Karmataube“ ist ihr immer einen Schritt voraus. Nur Daphne Forestier (Bérangère Mc Neese) weiß Rat und gibt Morgane den Hinweis ab jetzt immer Gutes zu tun und nett zu sein. Doch schon ruft der nächste Fall…und über allem schwebt die letzte große Frage…wer ist der Vater von Morganes Kind?
Neben dem normalen Chaos, welches Morganes Leben in den letzten drei Staffeln begleitet hat, kommt nun noch die neue Schwangerschaft mit unbekanntem Vater hinzu. Diese soll Morgane aber in der Ausübung ihrer Pflicht nicht stören und so geht sie bis zum letzten Tag arbeiten und ermittelt sogar noch in ihrem Mutterschutz weiter. Natürlich ist dies wieder nur ein Abbild ihrer Abneigung gegen irgendwelche Regeln und Konventionen, aber auch ein Zeichen ihres Pflichtbewusstseins – denn natürlich hat Morgane wieder einen Mörder überführen können.
Während in den letzten Staffeln die Beziehung zu Karadec zuerst immer enger wird, um dann zum Ende hin aber durch ein Missverständnis wieder alles zu Nichte gemacht wird. Diesmal ist das Verhältnis zu Beginn der Staffel wirklich schlecht und es scheint sogar so, als ob Karadec nichts mehr mit Morgane zu tun haben will, wird aber durch Morganes Offenbarung mit der Schwangerschaft und der möglichen Vaterschaft in einem kleinen Nebensatz wieder verbessert.
Die französische Krimiserie „HIP – Ermittlerin mit Mords IQ“ ist immer wieder ein Genuss zu schauen. Die Mischung zwischen Krimi und Komödie ist genau passend und auch die Offenbarungen beziehungsweise Wissensanekdoten, die Morgane zur Lösung des Problems zum Besten gibt, sind auch immer wieder interessant. Das haben auch einige Verantwortliche in den USA erkannt, so dass sie die Serie für das amerikanische Publikum adaptiert haben. Hier in Deutschland kann man sich davon beim Streamingdienst Disney+ überzeugen. Natürlich kommt diese Serie bei weitem nicht ans französiche Original heran.
Diese vierte Staffel bietet durch die Schwangerschaft einen völlig neuen Aspekt in der Geschichte. Während Morgane sonst immer die toughe Frau ist, der scheinbar nichts nahekommt und an der alles abprallt, muss sie sich nun dieser neuen Situation anpassen. Dazu muss sie jetzt nicht nur sich selbst im Mittelpunkt sehen, sondern auch ihr ungeborenes Kind. Da kommt es natürlich oft zu etwas seltsamen Situationen – und dann ist da ja auch noch die „Karmataube“, die es besonders auf Morgane abgesehen hat.
„HIP – Ermittlerin mit Mords-IQ“ ist eine spannende aber durchaus witzige Krimiserie, die durch die unterschiedlichen Eigenschaften der Figuren einen großen Unterhaltungswert hat. Durch die neuen Nebenfiguren erhält die Serie noch eine weitere Facette und bietet daher durchgängig eine gute Unterhaltung.
Meine Meinung: 10 von 10 Punkten