Mit Black Metal habe ich eigentlich nicht viel am Hut und bin ich aufgrund des schwierigen Rufs auch eher vorsichtig mit. Jedes Mal schwingt da immer ein: Na, ob ich da mal nicht eine „falsche“ Band erwischt habe? Mit. Andererseits weiß ich auch, dass es oftmals um die Düsternis und Provokation dreht. Ist natürlich ein Grund aber keine Entschuldigung. Finde, es gibt schon genügend düstere Themen mit denen sich, falls zwanghaft nötig, provozieren lässt. Nun liegt mir mit Ewigkeiten im Schimmel von Cruda Sorte aus dem Hause Bleeding Heart Nihilist Productions ein weiteres Black Metal nach etwas längerer Zeit vor. Außer man würde auch Ancst dazu zählen, dann habe ich mehr oder weniger kürzlich erst eine BM-Album besprochen. Nathanael hat Cruda Sorte 2005 in Berlin gegründet – ursprünglich als Soloprojekt und seit dem in wechselnder Besetzung unterwegs – und präsentiert seitdem Depressive Suicidal Black Metal.

Aber Nihilismus und dergleichen finde ich jetzt weder verwerflich noch kriminell. Es ist vielleicht nicht jederfraus oder jedermanns Sache, doch sind wir ja – angeblich – wenig / hochgradig individuell. Je nach Ansicht.
Abgesehen von dem Intro läuft eigentlich nur noch der Track Spinnentanz und Giftbefall unter 5 Minuten, der Rest mehr oder weniger darüber. Die letzte Ära (Track 2 auf dem Longplayer) liegt bei 11:10 Minuten.
Mit dem Album Ewigkeiten im Schimmel gibt es weder ein Easy-Listening-Werk, noch wirkt es auf mich sonderlich depressiv a.k.a. niederschmetternd. Es bietet sogar eine vernünftige Aufnahme, was die trve Bmler wahrscheinlich schon fast veranlassen wird, sich nicht mit dem Werk zu beschäftigen. Hier ein augenverdrehendes Smilie einfügen. Andererseits lässt der Titel des Langeisens bereits erahnen, dass es auch keine frohlockenden Texte sein dürften, die einem hier um die Ohren geschmettert werden. Die Musik tut ihr übriges und bringt sogar einiges an Melodien mit. Man mag es kaum glauben, aber ich höre das raus. Wenngleich andere eher Krach hören dürften, der mit Geschrei unterlegt wurde. Oder vice versa.
Interessantes Album, dass es sich lohnt anzuhören.